E6: Underwater Love – Robotik in der Tiefsee

Episode 6
Die Tiefsee gehört zu den am wenigsten erforschten Orten der Erde. In dieser Folge von Chip Happens! geht es um die Frage, wie wir diese verborgene Welt überhaupt sichtbar machen können und welche Rolle Robotik und Mikroelektronik dabei spielen. Sven Oswald spricht mit dem Meeresgeologen Tom Kwasnica vom GEOMAR Helmholtz Zentrum für Ozeanforschung in Kiel darüber, warum wir den Großteil unserer Ozeane noch kaum kennen. Da Licht und GPS unter Wasser nicht funktionieren, sind Forschende auf Schallwellen und Unterwasserroboter angewiesen, um den Meeresboden zu kartieren und zu erforschen. Diese Roboter werden per Kabel gesteuert und liefern hochauflösende Bilder in Echtzeit aus mehreren tausend Metern Tiefe. Ein weiterer Schwerpunkt der Folge ist die Entwicklung neuer Robotersysteme. Cora Maria Sorgunis von der Leibniz Universität Hannover arbeitet an sogenannten Soft Robotics, also flexiblen, von der Natur inspirierten Robotern. Diese sollen leichter, günstiger und anpassungsfähiger sein als klassische Industrieroboter und künftig gezielt Proben in der Tiefsee entnehmen können. Dabei geht es nicht nur um Technik, sondern auch um Grundlagenforschung. Sedimentproben helfen zu verstehen, wie Vulkane am Meeresboden entstehen und sich verändern. Dieses Wissen kann langfristig dazu beitragen, Naturereignisse wie Seebeben und Tsunamis besser einzuordnen. Diese Folge zeigt, wie Robotik und Mikroelektronik uns Schritt für Schritt Zugang zu einer Welt verschaffen, die wir bislang kaum kennen.










